Überraschung bei Norddeutschen Meisterschaften

Während die Solotänzerin Kim Julia Jensen erwartungsgemäß ihre Konkurrenz bei den Norddeutschen Meisterschaften anführte, konnte die Delmenhorster Formation völlig überraschend den dritten Platz belegen.

Der Wettbewerb dieser Gruppen, der zu den Highlights eines jeden Wettbewerbs gehört, blieb bis zum Ende sehr spannend. Die 7 Wertungsrichter benoteten die einzelnen Mannschaften sehr unterschiedlich, sodass auch nach dem letzten Programm niemand seinen Platz bestimmen konnte und man auf die offiziellen Ergebnisse warten musste. Drei der Juroren hatten die Delmenhorster sogar auf den 1 Platz gesetzt. Die große Überraschung war, dass die DTVer das Team aus Kiel, welches bei einer nationalen Ausscheidung im Februar noch auf Platz zwei vor den Wolfsburgern und dem Dream Team Niedersachsen lag, auf den vierten Platz verwies. Im Gegensatz zu der Mannschaft von Maik Purrmann konnten die Kieler ihr Programm jedoch nicht fehlerfrei darbieten. Wie bereits auf den Landesmeisterschaften bestach das hiesige Team insbesondere durch Gleichmäßigkeit. Die beiden anderen niedersächsischen Gruppen (TV Jahn Wolfsburg und Dream Team Niedersachsen) konnten, durch die technisch anspruchsvolleren Küren, vor den Delmenhorstern die Plätze 1 und 2 belegen.

In der Meisterklasse Solotanz gingen fünf sehr gute norddeutsche Läuferinnen an den Start. Die Delmenhorsterin Julia Purrmann zeigte wieder in beiden Wettbewerbsteilen (Pflichttänze und Kür) sehr gute Leistungen, musste sich aber knapp geschlagen geben und belegte abschließend Platz 5. Alina Sack konnte aufgrund eines Wadenkrampfes im langen Programm, dem OSP, nicht an den Erfolg von der LM anknüpfen und musste sich mit Platz 4 begnügen. Eine sehr gute Leistung zeigte Vanessa Rohrmoser, die in der Gruppe Schülern B von 6 Starterinnen die Bronzemedaille holen konnte.

Besonders hervor hob sich erwartungsgemäß die Tänzerin Kim Julia Jensen. Bereits in den Pflichttänzen konnte sie bestechen. Im folgenden OSP, dem Tango, glänzte sie wieder durch gute Technik und Ausdrucksstärke. Am Ende siegte sie mit knapp 10 Punkten Vorsprung.


Linda Schröder